Die Opferhilfe in der Übersicht

Bild: © panthermedia.net/jgroup (James Steidl) - Wer Opfer einer Straftat war, braucht eine helfende Hand. Es gibt verschiedene Beratungsstellen und Vereine, die sich um Opfer kümmern und Hilfestellung geben

Bild: © panthermedia.net/jgroup (James Steidl) - Wer Opfer einer Straftat war, braucht eine helfende Hand. Es gibt verschiedene Beratungsstellen und Vereine, die sich um Opfer kümmern und Hilfestellung geben

Bei vielen Straftaten fühlen sich die Opfer oft hilflos und vernachlässigt. Seelische Schäden werden von den Behörden meist übergangen, und es wird sich ausschließlich um die Täterbestrafung gekümmert. Doch Menschen, die Opfer einer Straftat wurden – sei es durch körperliche Gewalt, einen Unfall oder Diebstahl -, bleiben mit dem Erlebten oft allein, leiden an Angst oder Depression und wissen nicht, an wen sie sich wenden können. Wenige wissen, dass es Vereine gibt, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Opfern und ihren Familienangehörigen zu helfen und zu unterstützen.

Hilfe holen

Eine dieser Organisationen ist der “Weisser Ring e.V.” Mit wirkungsvollen Plakaten und Slogans wie „Wenn alle den Verbrecher jagen, wer bleibt beim Opfer?“ sorgen sie dafür, dass mehr Menschen den Mut haben, sich Hilfe in diesem gemeinnützigen Verein zu holen. Sie bieten Beistand und persönliche Betreuung nach der Tat an und helfen auch bei tatbedingten finanziellen Notlagen. Ebenfalls wird den Opfern Hilfe im Umgang mit Polizei und Behörden, Gericht und Staatsanwaltschaft angeboten.

Telefon-Seelsorge und Rat

Für völlig anonyme Betreuung sorgt die Telefon-Seelsorge. Im Falle von seelischen Notlagen kann man dort kostenlos anrufen und mit einem Mitarbeiter sprechen, welcher gegebenenfalls auf Wunsch auch an eine kompetente Fachstelle weitervermittelt. Auch die Angehörigen dürfen hier offen über Gefühle und Probleme sprechen und sich Rat holen, wenn sie im Umgang mit dem Opfer nicht weiterwissen.
Auf der Website der Zeugenbetreuung findet man notwendige Adressen und Angebote zum Thema Zeugenbetreuung und Zeugenbegleitung. Hier finden Sie Rat und Hilfe, wenn Sie als Zeuge geladen sind, sowohl in seelisch begleitender Hinsicht, als auch in rechtlicher Hinsicht.

Andere Beratungsstellen und Vereine

Weitere Beratungsstellen, die von der Polizei empfohlen werden, sind das Frauenamt, der Allgemeine soziale Dienst wie auch das Kinderamt und der Jugendschutz. Die Adressen findet man im Telefonbuch der jeweiligen Städte und Kreisgebiete.
Unfallopfer, denen der Anspruch auf angemessene Schadensregulierung verweigert wird, sind nicht selten. Diese können sich an den Verein subvenio e.V. wenden, der sowohl Beratung, als auch konkrete Hilfe im Umgang mit Behörden, Anwälten und Ähnlichem anbietet.

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