Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz – Was tun?

Sexuelle Belästigung ist eine Straftat, das in der heutigen Zeit sehr häufig vorkommt und definitiv nicht zu den Kavaliersdelikten gezählt werden. So sollte man dies nicht herunterspielen und schon erste Anzeichen einer solchen Tat ernst nehmen.

Unterschiedliche Arten der Belästigung

Sexuelle Belästigung ist weitaus komplexer als viele denken. Es fängt bereits beim unsittlichen Anstarren an und kann im schlimmsten Fall bis hin zur Vergewaltigung führen. Schon das Hinterherpfeifen, Bemerkungen sexuellen Inhalts, unerwünschte Einladungen mit eindeutigen Hintergedanken und das Zeigen pornografischer Inhalte gehören dazu. Oft ist es auch der Fall, dass von einer Person eine sexuelle Handlung gefordert wird und mit negativen Konsequenzen bei “nichterfüllen” gedroht wird. Auch umgekehrt – also wenn einer Person für eine sexuelle Handlung eine bessere Position in Aussicht gestellt wird – handelt es sich um sexuelle Belästigung.

Täter suchen sich schwache Opfer

Opfer sind meistens Frauen, doch sind auch Männer hin und wieder betroffen. Auffällig ist, dass es sich meistens an Personen richtet, die in der Firma keine hohen Position inne haben und zudem nicht viele soziale Kontakte in der Firma pflegen. Grund dafür ist vor allem, dass sich der Täter von solchen Personen eine geringe Gegenwehr erhofft. Doch was kann man tun, wenn man selbst einmal Opfer sexueller Belästigung werden sollte?

Sofort wehren und Vorfälle nach oben melden

Erst einmal ist es wichtig, sich selbst über seine Empfindungen klar zu werden und anzügliche Bemerkungen nicht herunterzuspielen, sondern diese ernst zu nehmen. Bedeutsam ist es außerdem, immer unmittelbar nach solch einer Situation mit einer eindeutigen Reaktion zu reagieren. Somit macht man dem Täter zum einen klar, dass man dies nicht möchte und sich wehrt, auf der anderen Seite ist die Chance größer, Zeugen auf sich aufmerksam zu machen. Mit dem Gang zum Chef oder zum Betriebsrat sollte nicht zu lange gewartet werden. Wenn der Chef informiert ist, ist er dank des Gleichbehandlungsgesetzes dazu verpflichtet, einzuschreiten. Wenn er trotz Kenntnisnahme die Hilfe unterlässt, macht er sich mit strafbar.

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